Tagestipp | 28.02.2025 - Fühle deinen Puls
Seinen eigenen Puls zu kennen, kann wichtiger sein, als man denkt. Morgen, am 1.3., ist der so genannte „Pulse-Day“. Ausgerufen unter anderem von der Deutschen Herzstiftung. Warum ich ausgerechnet am 1.3. meinen Puls messen soll, verriet uns unsere rbb GESUND Kollegin Ursula Stamm.
Warum sollte ich am 1.3. meinen Puls messen?
Ja, da haben die Organisatoren der Aktion ein bisschen „um die Ecke“ gedacht. Und zwar bekommt mindestens einer von drei Menschen – also 1.3. - im Laufe seines Lebens eine gefährliche Herzrhythmusstörung, das so genannten Vorhofflimmern. Das ist so gefährlich, weil durch den unregelmäßigen Herzschlag Blutgerinnsel im Herzen entstehen können, die dann im schlimmsten Fall einen Schlaganfall auslösen. Und: auch eine Herzschwäche entsteht oftmals als Folge von unbehandeltem Vorhofflimmern!
Wie kann es denn da helfen, den Puls zu messen?
Das Problem ist: Vorhofflimmern merken die Betroffenen nicht unbedingt. Wer aber regelmäßig seinen Puls fühlt, kann das bemerken. Denn Vorhofflimmern führt dazu, dass der Puls unregelmäßig ist und auch schneller, bis zu 200 Schläge pro Minute! Der Pulse-Day, will alle Menschen anregen, ihren Puls zu kennen; auch die jungen. Denn auch die sind nicht gefeit vor Herzrhythmusstörungen.
Wie messe ich meinen Puls denn richtig?
Viele Menschen tragen heutzutage Wearables, also Smartwatches, die den Puls messen. Manche können sogar ein einfaches EKG aufzeichnen. Das ist natürlich enorm hilfreich. Wer so etwas nicht hat, kann auch ganz klassisch messen: Also einfach zwei oder drei Finger auf die Innenseite des Handgelenks legen und 30 Sekunden lang die Schläge zählen. Der Wert mal zwei, ergibt den Puls pro Minute. Die besten Ergebnisse erhält man morgens gleich nach dem Aufstehen; das ist der so genannte Ruhepuls. Der liegt ungefähr bei 60 bis 80 Schlägen pro Minute.
Was tue ich, wenn mir etwas auffällt?
Nicht jede Unregelmäßigkeit im Puls ist gleich gefährlich. Aber man sollte das dann schon medizinisch abklären lassen.
Beitrag: Ursula Stamm